Wie funktioniert die Nut-und-Feder-Verbindung bei Gummiplatten?
Bei Gummiplatten mit Nut und Feder sind alle Plattenränder als Stufenfalz ausgeführt: Jede Seite hat die Form einer Treppenstufe. Die Platten greifen dadurch überlappend ineinander und bilden eine geschlossene Fläche ohne offene Fugen.
So greifen die Platten ineinander
An zwei benachbarten Seiten verläuft die Stufe von unten nach oben, an den beiden anderen ist sie umgekehrt – dort ragt die obere Plattenhälfte über die untere hinaus. Jede Platte liegt so an zwei Seiten leicht auf den Nachbarplatten auf, an den anderen beiden überlappen die Nachbarn. In jedem Stufenfalz sitzt zusätzlich eine Nut beziehungsweise eine Feder: Die Feder ragt aus dem oberen Überstand heraus, die Nut ist in den unteren Überstand eingearbeitet. Beim Verlegen greifen Nut und Feder passgenau ineinander. Von oben entsteht keine offene Fuge bis zur Tragschicht – der Untergrund bleibt verborgen, und Unkraut kann nicht aus der Tragschicht in die Fuge wachsen.
Verlegemuster
Werkseitig sind die Platten für den Kreuzverband (Schachbrettmuster) vorbereitet. Halbverband oder wilder Verband sind ebenfalls möglich – dann wird an den betreffenden Stellen des Nut-und-Feder-Systems ein Übergang mit dem Cuttermesser ausgeschnitten.
Verklebung im Außenbereich
Im Außenbereich empfiehlt es sich, die Platten einige Wochen nach der Verlegung, wenn sich die Fläche akklimatisiert hat, an mehreren Punkten miteinander zu verkleben. Das erhöht die Stabilität, verbessert die Optik und wirkt Spannungen aus der Witterung entgegen. Dazu die obere Ecke einer Platte leicht anheben, ohne sie aus dem Verbund zu lösen, erbsengroße Tropfen des PU-Klebstoffs OP (Bestellnummer 1949) in die Nut der darunterliegenden Platte geben und die Ecke fest andrücken. Die Klebeflächen müssen sauber, trocken sowie frei von Staub, Öl und Schmutz sein.